Ab wann ist Nachhilfe sinnvoll?
Nachhilfe gilt bei vielen Eltern als das Allheilmittel für schlechte Noten. Doch ist Nachhilfe wirklich immer sinnvoll?
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine sinnvolle und erfolgreiche Nachhilfe ist der Wunsch des Kindes nach besseren Noten. Natürlich, jüngere Kinder kann man noch leicht zum Nachhilfeunterricht „zwingen“. Doch besonders bei Teenagern kommt man mit erzwungener Hilfe nicht weit. Wenn die Kinder sich so sehr gegen den Extraunterricht sträuben, sind sie selten aufnahmebereit. Dann verlaufen die Effekte des Unterrichts schnell im Sande. Nur wenn die Kinder selbst gute Noten anstreben oder auf ein gutes Abschlusszeugnis hinarbeiten, bringen sie die notwendige Motivation mit, um effektiv zu lernen. Ohne Motivation funktioniert beim Lernen meist gar nichts.
Auch kurz vor einer Arbeit ist Nachhilfe nur in wenigen Fächern sinnvoll. Ein mathematisches Prinzip oder physikalische Zusammenhänge lassen sich schnell erklären und verstehen, sodass auch wenige Tage vor einer Arbeit eine zusätzliche Nachhilfestunde wirkungsvoll sein kann. In Fächern wie Deutsch oder Englisch ist eine Stunde Nachhilfe jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sprachverständnis, ein großer Wortschatz und Routine in der Anwendung grammatischer Formen kommen nicht über Nacht. Hierfür sind viele Wochen und Monate der Arbeit notwendig. Es lohnt sich in diesen Fächern also kaum, kurz vor einer Arbeit noch schnell ein bisschen Hilfe von außen zu holen.
Die Hilfe von außen ist jedoch immer dann sehr sinnvoll, wenn Eltern ihre Kinder nicht mit dem ausreichenden Verständnis und der angemessenen Geduld bei schulischen Aufgaben unterstützen können. Oft haben Eltern beispielsweise Rechenarten anders vermittelt bekommen, als die Kinder es heutzutage in der Schule tun. Dann bringen die Erklärungen von Mama und Papa die Kinder häufig mehr durcheinander, als dass sie eine wirkliche Hilfe sind. Zank und Geschrei sind hier also vorprogrammiert. Ein Nachhilfelehrer kann in der Regel mit mehr Abstand und Ruhe an die Vermittlung des Lernstoffes gehen. Zudem fühlen sich die Kinder oft wohler, wenn sie bei einer „fremden“ Person um Hilfe bitten, als wenn sie den eigenen Eltern zeigen müssen, dass sie etwas nicht verstanden haben.
Ob Nachhilfe sinnvoll ist oder nicht, ist also immer von den individuellen Voraussetzungen jedes einzelnen Kindes abhängig.
Whiteboards an deutschen Schulen
Seit einiger Zeit sind die Whiteboard bereits an deutschen Schulen. Sie haben den Unterricht erleichtert aber auch gleichzeitig erschwert. Was man früher auf der Tafel zeichnen musste, muss man heute mit dem Computer zeichen, ins richtige Format umwandeln um es dann auf einen USB Stick zu speichern und in die Schule zu bringen.
Dafür müssen jetzt die Lehrer nicht zu viel Unterrichtszeit damit verschwenden Filme abzuspielen. Früher mussten die Lehrer die, meist veralteten, Filme ausleihen und dann am VHS Player abspielen. Heute jedoch können die Lehrer schnell Filme von Youtube abspielen.
Auch Animationen können die Lehrer schnell am Computer zeichen, mit wenigen Klicks können sie jetzt mathematische Formeln graphisch darstellen, wie zum Beispiel das steigen von Wasser in einem Kegel.

